Tag 1: Freitag 24. Dezember 2004

Bereits in München wurden unsere Urlaubspläne das erste Mal geändert. Der freundliche Herr vom US Airways Schalter teilte uns mit, dass unser gebuchter Flug Verspätung habe, wir unseren Anschlussflug nicht erreichen werden und er uns daher gerne Umbuchen würde. Dank dem StarAlianz Verbund war dies für Ihn anscheinend auch kein Problem. Uns wurde kurzerhand ein neues Ticket ausgestellt und schon ging es mit Lufthansa nach Frankfurt und von dort direkt mit United Airlines nach San Francisco. Der Zwischenstop in Frankfurt wurde für uns jedoch zum Stress, da wir innerhalb 30 Minuten quer durch den Flughafen laufen durften um dort unseren Anschlussflieger zu erreichen. Dafür wurden wir dann aber auch reichlich belohnt: Wir landeten noch vor Sonnenuntergang und nicht wie geplant um 20 Uhr in San Francisco.
Die gewonnene Zeit nutzten wir direkt und fuhren (nach einer kleinen Irrfahrt in San Francisco) noch an unserem ersten Tag 150 Meilen bis Ukiah. Dort fielen wir dann jedoch erschöpft in unser Bett im Best Western Hotel.

Tag 2: Samstag 25. Dezember 2004

Unser Plan sah für den ersten Tag die Besichtigung des Redwood National Parks voraus. Nachdem wir uns um 8 Uhr aus dem Bett quälten, fuhren wir so gegen 9 Uhr los. Die meiste Zeit waren wir auf dem Highway 101 unterwegs. Für ca. 20 Meilen wechselten wir dann auf die Avenue of Gigants. So gegen Mittag waren wir dann in Eureka, wo wir einen kurzen Abstecher zum Carson Mansion Haus machten. Am Nachmittag gelangten wir dann endlich an unser Ziel, dem Redwood National Park. Wenn man die Bäume zuvor auf Bildern sieht, kann man sich das alles gar nicht realistisch genug vorstellen, aber wenn man tatsächlich davor steht und zu den Gipfeln empor blickt, stellt man fest, die Bäume sind wirklich verdammt hoch und entsprechend breit.
Unsere Tagesziel für den Abend war Sacramento um für den nächsten Tag einen idealen Ausgangspunkt zu schaffen.

Tag 3: Sonntag 26. Dezember 2004

Lake Tahoe

LAm 3. Tag stand der Lake Tahoe auf dem Plan. Der 20 km breite und über 500 m tiefe Bergsee liegt 1920 m hoch in einem Tal zwischen dem Kamm der Sierra Nevada und der Gebirgskette der Carson Range. Im riesigen Oval der Wasseroberfläche spiegeln sich bei gutem Wetter die wechselnden Farben des Himmels und die noch 1200 m höher aufragenden Berge. Während der See in den Sommermonaten zum Baden, Wandern und Mountenbiken einlädt, kann man in den Wintermonaten in der gesamten Region hervorragend Skilaufen. Entsprechend war auch das Wetter: Trotz Sonnenschein war es bitter kalt und an den Straßenrändern lag teilweiße bis zu 1 m Schnee. Zu den reizvollsten Ecken des Lake Tahoe gehört die Emerald Bay im Südwestern des Sees. In der vom felsigen und bewaldeten Ufer gerahmten, tiefblauen Bucht liegt die einzige Insel des Sees, Fannette Island.
Der Weg zu unserem Tagesziel Yosemite Nationalpark, was wir kurzerhand in Los Angeles umwandelten, führte uns unter anderem über den Highway #49, an dem wir Stanislaus River überquerten.

Tag 4: Montag 27. Dezember 2004

Hollywood

Nach der langen Fahrt vom Vortag hatten wir einen Tag ohne Auto geplant. Wir wollten an dem wohl bekanntesten Ort der Filmproduktion es nicht verpassen, in die Welt des Kinos abzutauchen. Somit war ein Besuch der Unsiversal Studios in Hollywood unumgänglich. Die Studios selbst befinden sich in Wirklichkeit zwar nicht in Hollywood, doch in Amerika nimmt man das alles nicht ganz so genau. Obwohl der Eintritt mit 50 $ nicht gerade billig war, bin ich trotzdem der Meinung, dass sich der Besuch mehr als gelohnt hat.
Nachdem wir um ca. 17 Uhr wieder am Parkplatz waren, beschlossen wir noch etwas LA zu besichtigen. Zuerst fuhren wir zum Griffith Park, denn von der Aussichtsplattform hat man besonders in den Abendstunden einen hervorragenden Blick über die ganze Stadt mit ihrem Lichtermeer. Schade ist nur, dass der Park bei Sonnenuntergang schließt und man somit nicht in den vollen Genuß des Lichtermeeres kommt. Danach führte uns die Reise nach Downtown. Hier hatten wir dann leider etwas Pech, denn es begann zu Regnen und somit war an ein Aussteigen aus dem Auto nicht zu denken. Jedoch bekommt man auch durch den Blick aus den Fenstern ein Bild von der Stadt.

Tag 5: Dienstag 28. Dezember 2004

Am Dienstag standen die Strände von Los Angeles auf dem Programm. Unser Weg führte von Santa Monika über Venice Beach, Manhatten Beach, Rolling Hills, LA Harbor bis nach Long Beach. Von dort ging es auf der Interstate 10 nach Palm Springs. Auf dem Weg über die Interstate 10 nach Palm Springs stoppten wir noch kurz im Dessert Hill Outlet Center.

Tag 6: Mittwoch 29. Dezember 2004

Joshua Tree NP

Nachdem es am Vorabend noch geregnet hatte, schien nach einer Nacht in Palm Springs die Sonne (was angeblich an 360 Tage im Jahr der Fall ist). Nach einem kleinen Frühstück ging unsere Fahrt quer durch den Joshua National Park. Am späten Nachmittag entschieden wir uns noch nach Lake Havasu City zu fahren, wo man die London Birdge findet. Nach Sonnenuntergang fuhren wir noch weiter bis Williams.

Tag 7: Donnerstag 30. Dezember 2004

Grand Canyon

Unseren siebten Tag verbrachten wir ausschließlich im Grand Canyon. Ich denke, dass man zu diesem National Park auch nicht sehr viel sagen muss, da die Bilder alles sagen. Nachdem wir kurz vor Sonnenuntergang noch den Colorado River am Ausgang des National Parks überquert hatten, fuhren wir noch bis spät in die Nacht hinein nach Rubins Inn am Bryce Canyon und gleichzeitig auch von der Sonne in den Schnee.

Tag 8: Freitag 31. Dezember 2004

Bryce Canyon

Nach dem Aufstehen konnten wir am letzten Tag des Jahres über 1 Meter Schnee bewundern, der in den Höhen um den Bryce Canyon lag. Danach machten wir uns jedoch auch gleich auf, um den National Park zu besichtigen und einige kleine Wanderungen zu den Aussichtspunkten vorzunehmen. Da wir jedoch früher als geplant fertig waren, entschlossen wir uns den Kodachrome Basin State Park zu besuchen. Nach einer aufregenden Fahrt über einige Sand- und Feldwege kamen wir zu dem über 20 Meter freistehenden Chimney Rock.
Die letzten Stunden verbrachten wir dann in unserem Hotel, dem Rubins Inn.

Tag 9: Samstag 1. Januar 2005

Zion NP

Nach einer etwas kürzeren Nacht fuhren wir über den Zion National Park, dem meiner Meinung nach besten NP dieser Reise nach Las Vegas. Nachdem wir bis zur Hotelsuche noch etwas Zeit hatten, entschieden wir uns zu einem kurzen Abstecher zum Hoover Dam.

Las Vegas

Abends machten wir uns dann auf um die Stadt mit Ihrem aufregenden Nachtleben zu bewundern. Obwohl uns die Stadt sehr faszinierte, wäre ein Besuch im Sommer lohnenswerter, da man den Flair erst so richtig in den warmen Monaten genießen kann.

Tag 10: Sonntag 2. Januar 2005

Am 10. Tag fuhren wir durch Death Valley bis Fresno.

Tag 11: Montag 3. Januar 2005

Nach der Nacht in Fresno mussten wir feststellen, dass über Nacht unser Auto aufgebrochen wurde und uns der Rucksack mit unseren Jacken gestohlen wurde. Nach über 3550 Meilen (ca. 5730 km) trennten wir uns wehmütig von unserem Chevrolet Trail Blazer LT und bekamen ohne weitere Kosten und Probleme einen neuen SUV von der Verleihfirma. Jedoch mussten wir im Vorfeld ca. 3 Stunden warten, bis sich die Polizei durchringen konnte unseren Fall zu protokollieren.
Nachdem wir nun einen neuen Jeep hatten, wollten wir noch zum Josmite National Park fahren, jedoch wurde uns auf Grund der erheblichen Schneefälle die Einfahrt ohne Schneeketten verboten. Daraufhin entschlossen wir uns, über einige Umwege zurück nach San Francisco zu fahren.

Tag 12: Dienstag 4. Januar 2005

Golden Gate Bridge

An einem mal wieder wunderschönen Tag machten wir uns auf, den 49 Miles Scenic Drive quer durch San Francisco ab zu fahren. Die meist gut ausgeschilderte Sehenswürdigkeiten-Tour empfiehlt sich sehr für alle, die sich nicht besonders gut auskennen und in kurzer Zeit möglichst viele wichtige Punkte abfahren möchten. Jedoch lohnt es sich an einigen Stellen immer wieder Abstecher zu machen und noch weitere "Points to View" mit einzubauen.

Tag 13: Mittwoch 5. Januar 2005

Vom Tag 13 gibt es eigentlich nicht sehr viel zu berichten, da wir den ganzen Tag in Shopping Centern verbrachten - vorwiegend jedoch in „The Great Mall“.

Tag 14: Donnerstag 6. Januar 2005

Alcatraz

Da uns nach 14 Tagen die mitgebrachten Dollars verlassen hatten, entschieden wir uns nochmals Geld zu wechseln. Dies gestaltete sich allerdings als schwerer als gedacht, da eine Bank keinen Geldwechsel vornimmt, mussten wir den Flughafen aufsuchen, dort war es dann jedoch kein Problem und wir konnten unsere Einkäufe fortsetzen. In diesem Zuge reservierten wir uns auch gleich Plätze für den Rückflug nach München, was sich später noch als Vorteil herausstellen sollte.
Abends besuchten wir dann die Gefängnisinsel Alcatraz, die ca. 2 Meilen in der Bucht vor San Francisco liegt. Ich muss schon sagen, ich war doch etwas froh als wir wieder sicher auf dem Schiff waren, denn ein Verbleiben auf der Insel stelle ich mir als sehr unangenehm vor.

Tag 15: Freitag 7. Januar 2005

Von diesem Tag gibt es nicht viel zu berichten. Wir genossen die letzten Stunden in Downtown San Francisco und lagen Abends bei einem gemütlichem Bier vor dem Fernsehn und genossen "American TV".

Tag 16: Samstag 8. Januar 2005

Am frühen Morgen unseres letzten Urlaubstages gaben wir unser Mietauto nach 4055 Meilien (6525,89 km) am Flughafen in San Francisco wieder ab, wo wir es vor 16 Tagen in Empfang genommen hatten. Danach flogen wir planmäßig nach Philadelphia um hier umzusteigen. Dort suchte die Fluggesellschaft jedoch Freiwillige, die für einen kleinen Bonus (Hotel + Essens Voucher + $400) eine weitere Nacht in Philadelphia bleiben würden. Nach einiger Diskussion entschieden wir uns, das Angebot anzunehmen und unseren Urlaub nochmals um einen Tag zu verlängern

Tag 17: Sonntag 9. Januar 2005

Nach der Nacht in Philadelphia, begaben wir uns Nachmittags wieder Richtung Flughafen um dann mit einem Tag Verspätung nach München zu fliegen.